Klimaschutzmaßnahmen

Neue Förderrichtlinien: Klimaschutzfonds bietet vielfältigeres Spektrum

 

Mehr Geld für einzelne Maßnahmen, Förderungen auch im Bereich der Mobilität, Wärmegewinnung und Dachbegrünung: Der Klimaschutzfonds für Elmshorn und das Umland hat mit neuen Richtlinien sein Spektrum noch einmal deutlich vergrößert. Mit dem Erfolgsprojekt konnten in den vergangenen 22 Jahren bereits 480 Maßnahmen gefördert werden. Die unbürokratische Förderung kann jeder in den teilnehmenden Gemeinden beantragen.

Nachhaltigkeit sei heute nicht mehr nur ein zeitweiliges Projekt, betont Elmshorns Klimaschutzmanager Markus Pietrucha, „es ist ein Dauerthema“. Ein dauerhafter Erfolg sei dabei der Klimaschutzfonds für Elmshorn und das Umland, der seit 22 Jahren dazu beiträgt, dem Klimawandel zu begegnen, Ressourcen zu schonen und innovative Technologien zu fördern.

In den Fonds zahlen die Stadt Elmshorn und die Umlandgemeinden jedes Jahr pro Einwohner 50 Cent ein. Rund 35.000 Euro stehen damit jährlich zur Verfügung, um Klimaschutzmaßnahmen von Bürgern und Unternehmen zu fördern. Ein Konzept, das ankommt: „Bis heute wurden über den Klimaschutzfonds 500.000 Euro für 480 verschiedene Maßnahmen ausgeschüttet“, sagt Pietrucha. 1100 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 werden so jährlich eingespart. Und es gibt noch einen positiven Effekt: „70 Prozent der geförderten Anlagen wurden durch Firmen in der Region installiert, mehr als 90 Prozent der Aufträge blieben in Schleswig-Holstein“, erklärt der Klimaschutzmanager.

In diesem Jahr wurden die Förderrichtlinien des Klimaschutzfonds angepasst. „Wir wollen mit der technischen Entwicklung Schritt halten und neuen Entwicklungen Rechnung tragen“, so Pietrucha. So wird künftig auch die Mobilität gefördert: Privatleute können die Installation einer Wall-Box zum Aufladen von E-Mobilen fördern lassen, Unternehmen die Anschaffung eines Lastenrades. „Die Pizza-Dienste machen es bereits vor: Sie liefern im Innenstadtbereich mit dem Fahrrad aus“, erklärt Pietrucha. „Diese Fahrräder sind die Zukunft“, ist sich auch Bürgermeister Volker Hatje sicher – immer häufiger seien sie zu sehen. Und: „Sie sind überraschend gut zu fahren“, so Hatje. Nicht immer sei in Sachen Mobilität ein Auto nötig – eine Tatsache, der die Stadt Elmshorn auch mit dem Bau des neuen Fahrradparkhauses am Bahnhof Rechnung trägt.

Das sind die neuen Förderungen auf einen Blick:

Auch abseits der in den Förderrichtlinien genannten Maßnahmen könne ein Zuschuss gewährt werden, sagt Pietrucha. „Wir wollen uns neuen technologischen Entwicklungen nicht sperren“, so der Klimaschutzmanager. Nur Sanierungsmaßnahmen nach Standard, also etwa Dämmungen oder die Installation einer neuen Gastherme, würden nicht gefördert. Schließlich sollen mit dem Fonds insbesondere die innovativen Technologien finanziert werden.

Das Projekt, an dem auch zehn Umlandgemeinden beteiligt sind, gebe es in dieser Form „kein zweites Mal“, sagt Pietrucha. Bürgermeister Hatje lobt die „Solidargemeinschaft“, in der sich Elmshorn, Horst, Klein-Offenseth Sparrieshoop, Kölln-Reisiek, Seeth-Ekholt, Klein Nordende, Seester, Seestermühe, Raa-Besenbek, Altenmoor und Kiebitzreihe gemeinsam engagierten. „Der gute Erfolg der Stadt-Umland-Kooperation spiegelt sich hier wieder“, sagt etwa Ernst-Wilhelm Mohrdiek, der Amtsvorsteher des Amtes Horst-Herzhorn, „wir können wirklich stolz auf dieses Projekt sein“.

Alle Informationen rund um den Klimaschutzfonds erhalten Sie auf der Website der Stadt Elmshorn, direkt beim Klimaschutzmanager oder über Ihre Handwerksbetriebe, Installateure und Energieberater.